Auf der Autobahn 4 im Bereich „Eifeltor“ wird es zu Stoßzeiten noch für eine ganze Weile weiter zu Staus kommen. Die aktuell eingeschränkte Verkehrsführung soll nach derzeitigem Stand bis zum Ersatzneubau des Bauwerks „Eifeltor“ bestehen bleiben. Dies haben die CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Okos und Gregor Golland von NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erfahren. Dieser hatte auf Nachfrage der Christdemokraten das Bundesverkehrsministerium kontaktiert, da die Autobahn GmbH des Bundes zuständig ist.
Die Autobahn GmbH treibe die Planung der Erhaltungsmaßnahmen und den Ersatzneubau „in Abstimmung mit der Deutschen Bahn mit großem Engagement“ voran, so lautet die Information aus dem Bundesministerium. Durch die Schäden am Bauwerk „Eifeltor“ seien die aktuellen Einschränkungen des Verkehrs aus Sicherheitsgründen zwingend notwendig. Zum einen müsse „der geschädigte Bereich innerhalb des ersten Hauptfahrstreifens in beiden Fahrtrichtungen zwingend lastfrei bleiben. Zum anderen darf der zweite und dritte Fahrstreifen in beide Fahrtrichtungen nicht von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht größer 3,5 Tonnen genutzt werden.“ Deshalb sei es sehr schwierig, für beide Fahrtrichtungen drei Fahrstreifen anzubieten.
Aufgrund von Unfällen wurde die Verkehrsführung angepasst und optimiert. Hinzu kommt eine Überkopfbeschilderung, um zu verhindern, dass die PKW-Spuren widerrechtlich durch LKW genutzt werden. Mitte September wurde im Zuge einer Vollsperrung der Fahrtrichtung Olpe erst die Fahrbahn ausgebessert und dann die Verkehrsführung ebenfalls so angepasst, dass der Bereich mit 60 km/h befahren werden kann.
„Die Maßnahmen sollen die Situation entspannen, davon geht die Autobahn GmbH aus“, erklären Okos und Golland. „Der Ersatzneubau ist in Planung, wird aber offenbar schwierig wegen der zu überführenden Bahngleise und querenden Leitungen. Daher ist erst zu Beginn des nächsten Jahres mit Aussagen zum Zeitplan zu rechnen.“
Die Abgeordneten mahnen aber auch: „Grundsätzlich müssen wir in Deutschland bei derartigen Ersatzbauwerken und Engpassbeseitigungen erheblich schneller werden. Solche Baustellen verursachen hohe volkswirtschaftliche Schäden. Wir bleiben am Ball und werden bei Bedarf wieder nachhaken.“